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Themen in dieser Ausgabe

Ein außergewöhnlicher Sommer
Umsatzsteuersenkung in der Gastronomie
Degressive Abschreibung
Entwurf eines Investitionsprämiengesetzes
Stundung von Steuerzahlungen
Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft
Verlustrücktrag
(Einkommen-)Steuersenkung
Aktuelles zum Fixkostenzuschuss

Steuernews Sommer 2020

Ein außergewöhnlicher Sommer

Der Sommer 2020 wird uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben. Sei es, weil wir Österreich wieder mehr als Urlaubsland für uns entdecken, vor allem aber, weil uns die ständigen – teils chaotischen - Änderungen im Bereich der Steueränderungen und Zuschüsse intensiv beschäftigen.

PLANUNG DER ZAHLUNGEN
Bitte beziehen Sie in Ihre Planungen auch eventuell gestundete Zahlungen mit ein.
Viele Unternehmen haben die Vorauszahlungen beim Finanzamt (Umsatzsteuer, Einkommen- oder Körperschaftsteuer) und SV-Zahlungen bei der ÖGK sowie SVS, aber auch die Kommunalsteuer und dergleichen, stunden lassen.
Es empfiehlt sich – auch aus Gründen der persönlichen Haftung – für den Unternehmer/Geschäftsführer, die Zahlung der gestundeten Beträge mittels eines Liquiditätsplanes im Auge zu behalten!
Gerne unterstützen Sie die Unternehmensberater bei sh bei dieser Planung.

TIPP: Nutzen Sie dazu auch die durch die WKO geförderte Liquiditätsplanung. Diese kann über unser Partnerunternehmen KMU consulting in Anspruch genommen werden!

Umsatzsteuersenkung in der Gastronomie

Eine, dem Datum nach, bereits laufende Maßnahme ist eine befristete Senkung des Umsatzsteuersatzes auf 5 % - gültig ab 1. Juli 2020 (bis 31. Dezember 2020). Die Kundmachung im Bundesgesetzblatt ist für die KW 29 bzw. 30 vorgesehen – was einer ehestmöglichen Zustimmung im Bundesrat bedarf.
Die Umsatzsteuersenkung betrifft die Bereiche Gastronomie, Kultur, Beherbergung und Publikationen.

Degressive Abschreibung

Alternativ zur linearen Abschreibung soll eine degressive Abschreibung bis zu 30 % möglich sein. Der im Anschaffungsjahr gewählte Prozentsatz ist zwar in den Folgejahren beizubehalten, es soll jedoch am Beginn eines Wirtschaftsjahres zur linearen Abschreibung gewechselt werden können. Ausgenommen von dieser Abschreibungsmöglichkeit sollen beispielsweise gebrauchte Wirtschaftsgüter, PKW (ausgenommen Fahrschulen, gewerbliche Personenbeförderung und Kfz mit CO2-Emissionswert 0g/km) als auch Gebäude sein.

Entwurf eines Investitionsprämiengesetzes

Das Investitionsprämiengesetz soll Investitionen in materielles und immaterielles aktivierungspflichtiges Anlagevermögen, das abnutzbar ist, fördern. Mit einer Investitionsprämie von 7 % bzw. 14 % für Neuinvestitionen in Klimaschutz, Digitalisierung, Gesundheit und Life-Science sollen im Zeitraum 1. August 2020 bis 28. Februar 2021 Unternehmen unterstützt werden.

Stundung von Steuerzahlungen

COVID-19-Abgabenstundungen beim Finanzamt wurden in der Regel bis 1. Oktober 2020 gewährt. Nun soll es zu einer automatischen Verlängerung bis 15. Jänner 2021 kommen, von der alle bis zum 25. September 2020 verbuchten Abgaben sowie die Einkommen- bzw. Körperschaftsteuervorauszahlung des vierten Quartals 2020 auch erfasst sein sollen. Dies soll als kurzfristige Überbrückung der Liquiditätsengpässe dienen. Wir empfehlen, sukzessive mit der Zahlung der ausstehenden Steuerschuld zu beginnen.

Maßnahmen im Bereich der Landwirtschaft

In den letzten Jahren hatten insbesondere unsere heimischen Landwirte mit Preis- und Ertragsschwankungen zu kämpfen. Um den Nachteil der progressiven Einkommensbesteuerung auszugleichen, soll jetzt die Möglichkeit der Drei-Jahres-Verteilung für Gewinne aus Landwirtschaft, Weinbau, Obstbau sowie Gemüsebau im Rahmen der Feldwirtschaft und Einkünfte aus Tierzucht- und Tierhaltungsbetrieben geschaffen werden (jedoch nicht bei Gewinnermittlung durch Vollpauschalierung möglich).

Verlustrücktrag

Eine weitere Maßnahme, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Krise zu mindern, soll durch eine zeitlich befristete Möglichkeit eines Verlustrücktrages geschaffen werden. Negative betriebliche Einkünfte des Veranlagungsjahres 2020, die ordnungsgemäß ermittelt wurden, sollen auf Antrag bis zu 5 Millionen Euro in das Jahr 2019 rückgetragen werden können.

(Einkommen-)Steuersenkung

Durch die Senkung des Eingangssteuersatzes der Lohn- und Einkommensteuer von 25 % auf 20 % ab 1. Jänner 2020 sollen vor allem Steuerpflichtige mit niedrigen Einkommen gestärkt werden.

Aktuelles zum Fixkostenzuschuss

Die ausführlichen Informationen zum Fixkostenzuschuss finden Sie unter:
https://www.sh.at/aktuelles/covid-19-blog - Fixkostenzuschuss

In eigener Sache

Um unsere Beratungsqualität zu optimieren, haben wir im Juni einige Übersiedelungen zwischen den Standorten Schreinergasse und Kupferbrunnstraße vorgenommen.
In der Kupferbrunnstraße befindet sich nun unser Personalverrechnungs-Kompetenzzentrum. 15 bestens ausgebildete und erfahrene Personalverrechnerinnen und Personalverrechner rechnen monatlich rund 4.000 Beschäftigte ab und stehen für arbeitsrechtliche Fragen und die Abwicklung von „gpla“-Prüfungen gerne zur Seite.
In der Schreinergasse haben nun alle BuchhalterInnen, SteuersachbearbeiterInnen und BeraterInnen, insgesamt 45 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, ihren gemeinsamen Arbeitsplatz.

WER SCHNELL INFORMIERT – HILFT DOPPELT!

Die Umsetzung der genannten Gesetzesänderungen wird in den nächsten Wochen bzw. Monaten erwartet, Änderungen sind daher vorbehalten. Wir werden die endgültigen Fassungen unter www.sh.at veröffentlichen.


Das gesamte sh Team wünscht Ihnen einen angenehmen Sommer! Vielleicht können Sie die Zeit nützen, um Energie für den Herbst zu tanken. Wir halten Sie jedenfalls über die Unterstützungsmaßnahmen zur Konjunkturbelebung am laufenden – besuchen Sie uns daher regelmäßig auf www.sh.at.

Und bleiben Sie gesund!
Herzlichst

Ihr Helmut Schebesta

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